Geschichte

Lange ist es her…
Schon im Jahre 1926 beauftragte die Leitung der “Bischöflichen Methodistenkirche” in der Schweiz – wie es damals noch hiess – eine kleine Kommission, die Verwirklichung eines Heimes voran zu treiben, in dem vor allem ältere Männer Aufnahme finden sollten. Denn bis dahin wurden solche Institutionen ausschliesslich oder vorwiegend für Frauen geschaffen. Ein Mitglied der Kirche, aus Sirnach, bot zu diesem Zweck das Heimwesen “zur Heimat”, angrenzend an die Liegenschaft der bestehenden Kapelle in Eschlikon zum Kauf an. Nach langer Bedenkzeit konnte 1930 der Kaufvertrag unterzeichnet werden. Gleichzeitig wurde der heute noch bestehende Trägerverein gegründet.
Das Heim wurde damals zusammen mit den Heimeltern als Familiengemeinschaft geführt. Der grosse Garten diente der Selbstversorgung und bekam in den Kriegsjahren existenzielle Bedeutung. In den folgenden Jahren wurde das Haus sukzessive zu einem zweckmässigen Heim umgestaltet. Ende 1933 bot das Heim 31 Bewohnerinnen und Bewohner platz.

Weitere Bausteine
Um der steigenden Nachfrage nach Zimmern entsprechen zu können, wurde im Jahr 1951 zwischen dem bestehenden Heim und der Kapelle das so genannte Verwalterhaus gebaut. So wurden im eigentlichen Heim weitere Zimmer frei und konnte das Platzangebot für Pensionäre erweitert werden.
Eine grössere Erweiterung erfolgte im Jahre 1959 mit dem Anbau einer Pflegeabteilung. Und in den Jahren 1983/84 wurde der Speisesaal nochmals erweitert und der Aussenbereich als Aufenthaltszone neu gestaltet. Gleichzeitig wurden die bestehenden Zimmer saniert und Nasszellen (WC, Lavabo) sowie ein Pflegebad eingebaut.

Die Bedürfnisse ändern sich…
Es war jedoch absehbar, dass die getätigten Erweiterungen und Erneuerungen den sich verändernden Bedürfnissen auf die Dauer nicht genügen konnten. Mitte der 90er Jahre wurde deshalb die Planung eines Neubaus und einer baulichen Gesamterneuerung des bestehenden Heimes in die Wege geleitet. Leider konnte das erarbeitete Konzept aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden.

Ein neuer Anlauf…
Der Druck, die bauliche Situation zu verändern, verstärkte sich jedoch immer mehr u.a. auch wegen der zunehmenden Pflegebedürftigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner. So initiierte der Vereinsvorstand eine neue Planungsphase. Er wurde in seinem Vorhaben durch ein Audit des Kant. Gesundheitsamtes bestärkt. Nach der Planungsphase stimmte die Mitgliederversammlung des Trägervereins im April 2007 dem Projekt zu. Die Detailplanung und das Bewilligungsverfahren konnte in Angriff genommen werden.
Mit der Eigentümerin des ca. 7000 m2 umfassenden Grundstückes, der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Schweiz, konnte ein angemessener Baurechtsvertrag abgeschlossen werden. Ebenso gelang es, die Finanzierung der Baukosten in der Höhe von rund 8 Millionen Franken zu sichern. So erfolgte der Spatenstich am 20. August 2008.

Das ist jetzt neu geworden…
Westlich an das bestehende Gebäude schliesst sich der dreigeschossige, grosszügig gestaltete Neubau an mit Zugang von der Kapellstrasse her. Im Eingangsbereich befinden sich das Empfangsbüro, das neue Café und ein Mehrzwecksaal. Die Wohnbereiche sind ganz nach Süden ausgerichtet und können zum Teil dank einer Verbindungstüre auch als kleine Zweizimmerwohnungen genutzt werden. Das Heim bietet jetzt Platz für rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner.
Der Wohnbereich im Gartengeschoss bietet Platz für 10 Personen und hat einen direkten Zugang zu einem eigenen, in sich geschlossenen Gartenbereich. Er eignet sich deshalb besonders gut für weglaufgefährdete Bewohnerinnen und Bewohner mit einer demenziellen Erkrankung. Der jetzige Speisesaal ist erweitert worden und direkt verbunden mit dem Neubau. Küche und Wäscherei / Lingerie sind ebenfalls in den Neubau verlegt worden.

Und das ist unser Ziel…
Seit bestehen wird das Heim bewusst christlich ausgerichtet geführt und ist verbunden mit der Evangelisch-methodistischen Kirche. Dies soll auch weiterhin so bleiben.
“Positionierung” ist zu einem Schlagwort geworden. Dessen ungeachtet stellt sich im Zusammenhang mit der baulichen Gesamterneuerung immer wieder auch die Frage nach der inneren Erneuerung. Ein “Haus zum Wohnen und Leben” zeichnet sich ja nicht nur durch komfortable Wohnsituationen aus, sondern durch ein hohes Mass an Offenheit und Transparenz, damit Leben auch in der Behinderung des Alters erhalten und in angemessener Vielfalt erfahren werden kann. Das Leitungsteam im Heim und mit ihm alle Mitarbeitenden arbeiten bewusst auf diese Öffnung des Hauses hin und fördern damit einen Prozess der ganzheitlichen Erneuerung.
Mehr Bewohner, mehr Mitarbeiter, veränderte Strukturen, angepasste Abläufe, vieles musste überdacht, erneuert und eingeübt werden. Nicht allen Bewohnerinnen und Bewohnern und auch nicht allen Mitarbeitenden fiel die Umstellung leicht. Klein und überschaubar, heimelig und vertraut mit einer familiären Atmosphäre kam das ursprüngliche Heim daher. Die guten Eigenschaften bewahren und die nötige Flexibilität und Offenheit gegenüber Neuerungen haben, war und ist die grosse Herausforderung.
Bei allen Entscheidungen steht der Gedanke der Bewohnerzufriedenheit im Zentrum und ist darum mit der Personal¬zufriedenheit der wichtigste Baustein für eine nachhaltig positive Unternehmenskultur. Diese entsteht durch Vertrauen, Vorbild, Offenheit und Freude am Leben im Wohn- und Pflegeheim Eschlikon bzw. an der Arbeit.
Als privatwirtschaftliches Unternehmen verpflichten wir uns zur Erfüllung der branchenüblichen Qualität und haben das Ziel einer langfristigen Sicherung unserer Unternehmung. Wir blicken deshalb mit Stolz auf die Entwicklung des Heimes, welches mit dem Neubau einen Quantensprung gemacht hat.

Zusammenarbeit EMK
Nach wie vor orientieren wir uns am Zusammenarbeitsvertrag mit der Evangelisch-methodistischen Kirche der Schweiz und an der Zusammenarbeitsvereinbarung mit dem Bezirk der EMK Eschlikon. Die wöchentlich stattfindenden Gottesdienste im Heim werden vorwiegend von der Gemeindepfarrerin der EMK geleitet und sind sehr beliebt. Sie werden oft auch von auswärtigen Personen besucht. Die Pfarrerin besucht regelmässig Gemeindeglieder der EMK wie auch andere Heimbewohner und versieht so den Seelsorgedienst im Heim.